LeniRadio - ein MP3-Player für Kinderhände

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    • LeniRadio - ein MP3-Player für Kinderhände

      Hallo,

      vor einiger Zeit gab es sie als Werbegeschenke an jeder Ecke, heute ist es um sie etwas ruhiger geworden. MP3-Player, die nur genau das machen. Musik spielen. Vielleicht stehen diese Geräte inzwischen auch auf der Liste der aussterbenden Arten. Genau wie Kofferradio, Walkman und viels andere.

      Ein Geburtstagsgeschenk war gesucht und um die Medienkompetenz der heranwachsenden Generation zu fördern, hatte ich mein nächstes Projekt.

      Die technischen Details waren schnell festgelegt: Ein Abspielgerät mit einfachster Bedienung. Ausreichend Hörgeschichten, damit das Gerät nicht gar zu schnell langweilig wird. Akku mit eingebautem Ladegerät. Ordentliche Laufzeit.

      Klar ist das Netz voll von derartigen Projekten, manche sind sogar zu kaufen. Und ich bin ehrlich, ich hab mich von all den Fundstellen inspirieren lassen.

      Die Technische Basis war schnell gefunden. Das DFPlayerMini-Modul (dfrobot.com/product-1121.html) bietet alles was nötig ist, und noch viel mehr.

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      Gut, für einen Euro hab ich es nicht bekommen, aber viel teurer war es nicht.

      Das Modul kann man im Prinzip so verwenden, wie es ist. 3-5V an die richtigen Pins, einen Kopfhörer oder Lautsprecher anklemmen. Und über 2 Signalleitungen Start, Stop und Lautstärke steuern.
      Der Lexikoneintrag hier erklärt ja alles, Dankeschön!


      Ich hab auch nicht besonders lange damit zugebracht, eine eigene BASCOM-Bibliothek zu schreiben, hier sind ja schon (fast) alle Wünsche erfüllt. Nochmal Danke!


      Eine kleine Leiterplatte sollte es dann aber schon werden. 9 Kurzhubtaster für die "Programmwahl", der ATmega zum Ansteuern, ein wenig Spannungsstabilisierung und 2 Leuchtdioden und ein Pausentaster.

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      Eine USB-Buchse ist auch eingebaut, soll aber (vorerst) nur zum Akkuladen verwendet werden.
      Theorie und Praxis unterscheiden sich in der Theorie nicht.

      srswift.de
    • Das Warten auf die Leiterplatte zog sich ein wenig hin, so dass genügend Zeit war, mich an einem Gehäuse werkeln zu lassen. Aus nachwahsenden Rohstoffen. Das mögen die Eltern meiner Produkttesterrin.

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      Bei der Sauberkeit der Kanten und vor allem der Löcher bitte nicht zu genau hinschauen. Das Pappelsperrholz (was anderes war in Zeiten der Holzknappheit nicht leicht aufzutreiben) ist wirklich nur besseres Feuerholz.

      Auf dem Steckbrett tut die Schaltung, was sie soll. Und um die DFPlayer-Mini-Bibliothek entstand ein Steuerprogramm.

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      Theorie und Praxis unterscheiden sich in der Theorie nicht.

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    • Und dann war irgendwann die Leiterplatte da und die Löterei konnte beginnen. Die Taster sind auf der "Unterseite", die Platine ist am Ende sehr aufgeräumt.

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      Der Ein/Aus-Schalter ist ganz klassisch am Lautstärkepoti. Man merkt, ich gehöre zu einer Generation, die noch Mittelwelle gehört hat. Der Akku hat sein Ladegerät schon eingebaut. Das macht die Schaltung schön einfach.

      Wenig später dann die erste "Sitzprobe" im Holzkasten.
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      Sollte passen. ATMega und DFPlayer-Modul kommen mit der Spannung aus einer Li-Po-Zelle locker aus. Lediglich bei zu weit aufgedrehter Lautstärke gibt es Probleme (Brummen). Wahrscheinlich ist mein Lautsprecher zu dick für die Endstufe im Modul. Ein kleiner Widerstand verringert die Stromaufnahme.
      Theorie und Praxis unterscheiden sich in der Theorie nicht.

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      Am Ende hat alles seinen Platz gefunden.

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      Für die Bedienknöpfe und ein paar Verschönerungen wurde dann aber doch noch modernere Technik eingesetzt. Soll keiner sagen, daß meine Geschenke von hinter dem Mond kommen.

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      Der Lautstärkeknopf ist nicht durch die Endkontrolle meiner besseren Hälfte gekommen und musste einem gefälligeren Exemplar weichen. Und dann war noch ...
      Theorie und Praxis unterscheiden sich in der Theorie nicht.

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      Die Urladung. Passt ganz schön was drauf auf eine 32GB-Karte.

      AM Ende haben 27 Hörgeschichten und Liedersammlungen Platz gefunden. Umschalten zwischen den Speicherbänken erfolgt durch Halten eines der ersten 3 Knöpfe beim Einschalten. Die einzelnen Ordner auf der Karte werden jeweils bis zum Ende fortlaufend gespielt. Die Pausetaste macht, was sie soll. Beim Einschalten startet die zuletzt ausgewählte Geschichte von vorn. Nach dem Abspielen einer Geschichte beginnt die LED zu blinken und nach einer Weile geht das Gerät (wie hoffentlich auch der Zuhörer) in den Schlafmodus.

      Seit einigen Wochen ist das gerät jetzt im Praxistest. Bis jetzt sind keine Klagen gekommen.

      gero
      Theorie und Praxis unterscheiden sich in der Theorie nicht.

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