Umbau einer Ätzküvette und eines UV-Belichters mit Zeitsteuerung

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    • Umbau einer Ätzküvette und eines UV-Belichters mit Zeitsteuerung

      Hallo alle zusammen,
      ich habe ja in der letzten Zeit immer öfter Platinen selbst angefertigt.
      Mit den Ätzschalen war es in meinem kalten Keller immer ein Problem, im Ätzbad die benötigte Temperatur beizubehalten.
      Jetzt habe ich von Christian zu einem fairen Preis eine gebrauchte Ätzküvette erstehen können.
      Bei der Gelegenheit wollte ich nun auch endlich den Belichter aus dem Bananenkarton in ein vernünftiges Gehäuse umbauen.

      Zunächst beginne ich mal mit der Küvette.
      Da Pumpe und Heizung separate Anschlußkabel hatten, habe ich als erste Maßnahme die Stromversorgung zusammengefasst und 2 Schalter eingebaut.
      Die Außenkanten der Küvette haben noch eine neue Silikonabdichtung bekommen.

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      Nach dem ersten Funktionstest mit klarem Wasser habe ich festgestellt, dass beim Ausgießen der Flüssigkeit ganz schön was daneben geht.
      Mit dem Wasser war es kein Problem.
      Aber mit der Ätzflüssigkeit sollte das später schon vermieden werden.
      Ein YouTube-Video hat dann die Lösung geliefert.
      Hier mal der Link dazu:
      youtu.be/YHddQJFszRU

      Also habe ich mir bei Conrad diese Kraftstoffpumpe bestellt.

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      Aus dem 1€-Shop wurde eine Dose mit Dichtung und aus dem Baumarkt 2m Silikonschlauch eingekauft.
      Schalter und Buchsen habe ich noch im Fundus gehabt.

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      Dann war wieder Zeit für einen Wassertest.
      Das funktioniert wirklich hervorragend.
      Ein- oder Abpumpen von 3 Litern Wasser haben jeweils 02m40s benötigt.
      Und das Wichtigste: Es ging keinTropfen daneben!

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      Der gebogene Silikonschlauch hat sich nur zwischenzeitig immer mal wieder an der Küvettenwand festgesaugt.
      Um das zu unterbinden, wurden auf die Schlauchenden mehrere M6 Muttern geschoben und mit Schrumpfschlauch fixiert.

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      Danach funktionierte das Pumpen problemlos.

      Dann der erste Praxistest mit Platine.

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      Vorher hatte ich der Küvette noch eine Füllstandsskala und eine Liste mit Mischungsdaten für Belichten und Ätzen spendiert.

      Nach dem Ätzen dann das erste Mal Ätzmittel abpumpen.

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      Nach dem Abpumpen wurde die Pumpe mit 2 alten Gläsern noch mit Wasser durchgespült und konnte dann wieder ins Regal.

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      Kanister und Gläser wurden zum Abschluß noch mit Hinweisschildern versehen, die den Verwendungszweck genau bezeichnen.


      Damit kommen wir nun zum Umbau meines alten Belichters.

      Der Umbau wurde ausgelöst durch einen Bericht von Harry Milatz auf seiner Website all4hardware4u.de.
      Von Harry wurde mir eine umfangreiche Beschreibung für den mechanischen Umbau seines alten Scanners zu einem UV-Belichter incl. der Programmsteuerung kostenlos zur Verfügung gestellt.

      Vielen Dank dafür!

      Zuerst aber noch ein wichtiger Hinweis!

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      Mit 230V Spannungsversorgung ist nicht zu spaßen.
      Beim Umbau wurden Teile umgebaut, die mit 230V Wechselspannung betrieben werden.
      Wer sich damit nicht auskennt und nicht genau weiß, was er tut, sollte den Umbau von einem Fachmann durchführen lassen.
      Man ist niemals zu alt, um Neues zu lernen.

      Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

      The post was edited 2 times, last by Willie ().

    • Jetzt aber los.
      So sah mein Belichter bisher aus.

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      Ein Gesichtsbräuner in einem Bananenkarton mit aufgeklebter Glasscheibe.
      Das sollte sich nun ändern.
      Die Unterlagen von Harry dienten mir als Richtschnur für den Umbau, da das mir zur Verfügung stehende Gehäuse nicht den Abmessungen der Vorlage entsprach.
      Auch die Programmierung habe ich für meine Anwendungsbedürfnisse erstellt.
      Als Gehäuse wurde dieser alte Scanner auserkoren.

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      Für die spätere Steuerung bekommen die Tasten an der Vorderseite neuen Funktionen zugeteilt.

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      Dazu wurde zunächst die Schaltereinheit der Frontplatte durch einen Neubau mit identischen Abmessungen ersetzt.

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      Die einfache grüne 3mm LED wurde durch eine 5mm RGB-LED zur Betriebsanzeige ersetzt.
      Um in die entsprechende Frontöffnung zu passen, wurde die Frontöffnung aufgebohrt und die LED so weit es ging abgeflacht.

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      Dann ging es dem übrigen Gehäuse an den Kragen.
      Zunächst wurde das Slim-Line-Scannergehäuse vollständig entkernt.

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      Um das Gehäuse problemlos öffnen zu können, wurden die bis auf die an der hinteren Seite befindlichen umlaufenden Verriegelungsnasen entfernt.
      Für einen stabilen Verschluss wurden in die vorderen Ecken Holzklötze eingepasst und mit
      2-Komponenten-Kleber befestigt.
      Der Gehäusedeckel wird dann hinten eingerastet und vorn mit 2 Schrauben verschlossen.

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      Als Stromversorgung für das Steuerteil und die Zusatzbeleuchtung dient ein Schaltnetzteil aus einem alten Laptop.


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      Da das Gerät später vollständig verschraubt ist, konnte auf eine Erdung verzichtet werden.
      Dazu wurde die Buchse für das Euro-Netzkabel des Schalternetzteils für die komplette 220V Versorgung herangenommen und in die Rückwand des Gehäuses eingebaut.

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      Hier der benötigte Teilespender für die folgenden Arbeiten.

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    • Das für den Umbau benötigte Innenleben wurde freigelegt.

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      Da ich mir auch nicht mehr Alles merken kann, um die einzelnen Komponenten besser verbauen zu können und die Verkabelung später wieder korrekt anzuschließen, wurde vor dem Auftrennen der Kabelverbindungen ein Schaltplan erstellt.

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      Da die Halter der UV-Röhren im alten Gerät an Gehäuseteilen fixiert waren, mussten für das neue Gehäuse neue Halter angefertigt und eingepasst werden.
      Dazu habe ich zunächst mal die Einbauposition festgelegt.
      Die Seitenwände verjüngen sich nämlich von hinten nach vorn etwas.

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      Mit einer Konturlehre wurden die Seiten ermittelt, auf Papier übertragen und dann die Schablonen mit Corel-Draw gezeichnet.

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      Diese wurden dann ausgedruckt und auf eine Hartkunststoffplatte geklebt.
      Nach dem Ausschneiden und Bohren der erste Einbautest
      Passt!

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      Jetzt wurde das Schaltnetzteil mit einem Haltewinkel befestigt und 220V Buchse, Schalter und Schaltnetzteil verkabelt.

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      Für das Einschalten der UV-Röhren durch die Steuerschaltung wurde ein Relais aus einer geschlachteten Mikrowelle benutzt.
      Als Neuteil kostet solch ein Relais ca. 10€.

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      Ich habe es auf einem Stück Lochrasterplatte aufgelötet.
      Der untere Pin gegenüber den 12-Pins führt später 220V Spannung.
      Deshalb wurden alle Lötpunkte zwischen diesem Pin und den 12V Anschlüssen abgefräst.

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      Alle diese Komponenten wurden so platzsparend wie möglich im Scannergehäuse untergebracht.
      Dabei sind alle 220V spannungsführenden Teile im hinteren Bereich des Gehäuses verbaut.

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      Der vordere, noch freie Bereich des Gehäuses ist für den Niedervoltbereich der Steuerelektronik vorgesehen.
      Da ich bislang noch keine solch langen Einschaltzeiten wie Harry vorgesehen habe, wurde vorerst auf Lüfter verzichtet.
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    • Anschließend den Relaiskontakt provisorisch überbrückt, den Deckel drauf und der erste Funktionstest.

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      Nachdem bis hierher alle Einbauten funktionieren, konnte nun mit der Steuerung begonnen werden.
      Die Taster der Gehäusefront bekommen folgende neue Funktionen zugeordnet.

      Menü – Herunter – Hinauf – Select – Start/Stop – Rot – Weiß

      Menü:
      Es besteht aus 2 Teilen.
      Im ersten Menü sind die Grundfunktionen enthalten.
      1. Bungard-Fotoplatinen mit einer Voreinstellung von zunächst 40 Sekunden.
      2. Folien mit einer Voreinstellung von zunächst 3 Minuten.
      3. Manuelle Belichtung mit Zeiteinstellung.
      4. Manuelle Belichtung ohne Zeiteinstellung
      5. Aufruf Menü 2

      Im 2. Menü sind die Funktionen für das Ändern und Speichern der Zeitvoreinstellungen.
      11. Bungard
      12. Folie
      13. Manuelle Belichtung mit Zeiteinstellung.

      Beim Start wird der 1. Punkt des 1. Menüs angezeigt.

      Herunter - Hinauf:
      Die Hoch- und Runtertasten dienen zum schrittweisen Bewegen in den Menüs.

      Zur Einstellung der Zeiten kann die jeweilige Taste gedrückt gehalten werden.
      Die 3 ersten Änderungsschritte werden dann langsam, alle Weiteren danach deutlich schneller durchgeführt.
      An der Null-Grenze erfolgt ein Überschlag in der jeweiligen Richtung.

      Select:
      Mit der Taste können die Funktionen der Tasten 5, und 11-13 aufgerufen werden.
      Weiterhin werden damit die Zeitänderungen bestätigt.

      Start / Stop:
      Hiermit wird die in Menü 1 eingestellte Funktion eingeschaltet.
      Ein eventuell noch eingeschaltetes Rot- oder Weißlicht wird vorher ausgeschaltet.
      Beim Start wird 3 Sekunden gewartet, ehe der Countdown beginnt, damit alle UV-Röhren auch sicher eingeschaltet sind.
      Um eine ungewollte Doppelbelichtung zu verhindern, kann nach dem automatischen Beenden der Funktion diese nicht sofort wieder gestartet werden.
      Dazu ist erst ein Wechsel ins Hauptmenü notwendig

      Mit einem Druck während der Belichtung kann der Countdown an jeder Stelle abgebrochen werden.
      Während der Belichtung ist ein Einschalten des Rot- oder Weißlicht nicht möglich.

      Auch während der Zeitenänderung kann mit der Taste ein Abbruch der Funktion ohne Speichern herbeigeführt werden.

      Rot
      Hiermit wird das Rotlicht ein- bzw. ausgeschaltet.
      Dies dient zum Ausrichten der Platine während der Belichtungsvorbereitung.
      Ein versehentliches gleichzeitiges Einschalten des Weißlichtes ist nicht möglich.

      Weiß
      Hiermit wird das Weißlicht ein- bzw. ausgeschaltet.
      Dies dient zum Ausrichten von Folien für 2-seitiges Belichten..
      Ein versehentliches gleichzeitiges Einschalten des Rotlichtes ist nicht möglich.

      RGB-LED
      Da ich aus Platzgründen das Anzeigemodul nicht in der Außenschale unterbringen kann, zeigt die RGB-LED die wichtigsten Funktionen an.

      Grün - Betriebsbereit
      Rot - Belichtung läuft
      Blau - Änderungsmodus eingeschaltet

      Beeper
      Nach den Einschalten des Gerätes signalisiert ein Einzelton zusätzlich zur RBG-LED die Betriebsbereitschaft.
      Während des Belichtens werden die letzten 10 Sekunden jeweils von einem Einzelton begleitet.
      Nach dem automatischen Beenden der Belichtung erfolgt ein langes Signal.

      LCD-Display:
      Durch das Slim-Line-Gehäuse mit einem sehr flachen Deckel konnte das Display nicht in der Gehäuseschale oder dem Deckel verbaut werden.
      Da ich für die Platinenbelichtung nicht den vollständigen Auflagebereich der Glasplatte benötige, wurde das Display am unteren Rand unter der Glasplatte verbaut.
      Die benötigten Einstellungen werden bei geöffneter Abdeckplatte vorgenommen.
      Ich muss ja auch nicht die herunterlaufenden Sekunden beobachten.
      Ich weiß, was ich eingestellt habe und der Beeper signalisiert mir das Ende der Belichtung.

      Für das Display musste zunächst eine Halterung gebaut werde.
      Dazu habe ich ein Stück Holz passend zugeschnitten.

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      Dies wurde schwarz lackiert, das Modul daran verschraubt und das passende Interface aufgeklebt und verkabelt.

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      Auf der sichtbaren Seite habe ich die Platine ebenfalls schwarz lackiert.
      Als Arbeitsbeleuchtung haben Reste eines LED-Bandes Verwendung gefunden.

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      Das Steuerprogramm wurde auf dem Steckbrett entwickelt und getestet.

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      Nun konnten die Komponenten des Deckels eingebaut werden.

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      Da die Unterschale schon bis auf die Steuerplatine betriebsbereit war, konnte die Platine auch schon, wenn auch mit Stoppuhr, von der neuen Bauform belichtet werden.
      Das Ergebnis sieht prima aus.

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      Nach dem Bestücken der Platine hat sie ihren Platz im vorderen Bereich gefunden.
      Damit der Beeper nicht unnötig vom Gehäuse bedämpft wird, wurde die Vorderseite an der entsprechenden Stelle noch etwas perforiert.

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      Hier nun vollständig verkabelt.

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    • Da für das Belichten die Umgebungsbeleuchtung weitestgehend abgedunkelt sein sollte, habe ich für die nächsten 3 Fotos den Rolladen heruntergelassen.
      Der Platz, den das Display benötigt, ist aufgrund der Gesamtauflagefläche vernachlässigbar.

      Arbeitslicht Rot:

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      Arbeitslicht Weiss:

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      UV-Beleuchtung:

      AuB-42.jpg

      Für die Abschlußfotos wurden noch die alten Tastenlogos entfernt und ein neues Belegungsschild angebracht.
      Die Funktionsanzeige der RGB-LED in der Front läßt sich durch den Diffusor im Gehäuse auch durchaus sehen.

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      Damit ist der Umbau erfolgreich beendet.

      Hier nun die Schaltungen der Controllereinheit und der Tastaturmatrix.

      AuB-44.jpg

      AuB-45.jpg.jpg

      Die Layouts der beiden Platinen.

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      Noch eine Anmerkung zum Schluß:

      Dem aufmerksamen Leser wird vielleicht auffallen, dass sich das Foto der Controllerplatine von dem Layout etwas unterscheidet.

      Das hat seine Ursache in 3 Arbeitsfehlern von mir. a_45_132ca9f5
      Ich hatte die Freilaufdiode für das Relais vergessen, den Resetwiderstand falsch angeschlossen, sowie SDA und SCL fürs Display vertauscht.
      Da meine Platine für mich ein Einzelstück ist, habe ich den Fehler direkt darauf korrigiert, ohne sie noch einmal neu zu ätzen.
      In der Schaltung und im Layout sind die Fehler natürlich nicht mehr vorhanden.

      Und nun zum Abschluß noch der Programmcode.

      Belichtungsgerät Willie.bas
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    • Moin!
      sieht gut aus das Ganze...der Belichter war früher ein Scanner?

      Täte mich interessieren....habe mit Eagel/ Multisim 11 mir meine Layouts ausgedruckt und mit einem Bügeleisen aufgebügelt.
      danach in einer Schale geätzt...

      was hat dich der Spaß an Material u. Zeit gekostet? , das ich geg.auch mal was in Ruhigen Winter Monaten (auserhalb meiner Gemüse Zeit) zu tun Habe.
      dir einen Schönen Samstag!
    • Ich hatte mit dem aufbügeln experimentiert aber nie brauchbare Ergebnisse bekommt.

      Meist werden die Belichter in Scanner eingebaut weil alte Scanner meist die einfachste art ist ne Glasscheibe aufzutreiben, da das Gehäuse dann eh da ist muss das herhalten. Ich hatte aus Platzgründen nur Scheiben aufbewahrt. Da das umbauen auch Zeit kostet hatte ich dann gleich ne neue Box gebaut:
      Erfahrungsbericht Platinenbelichtung mit Trockenfilm
      An sich sind die Zeiten in denen der Elektroniker mit Holz schafft vorbei, ist aber doch am einfachsten. Dafür ist mir damals noch ein Elektronisches Vorschaltgerät in die Finger gefallen, das hebts dann auf :whistling:
      Zeitschaltuhr ist bei mir noch ein TTL grab, küvette hab ich aus Plexiglas ausm Baumarkt selber zusammengeklebt.

      Tobias
    • Hallo Tobias,

      Schraubbaer wrote:

      An sich sind die Zeiten in denen der Elektroniker mit Holz schafft vorbei,
      Das kann ich so aber nicht bestätigen.
      Es kommt halt immer darauf an, was man realisieren möchte.
      Da ist auch Holz manchmal 1. Wahl!

      Letztendlich ist Alles ok, wenn es seinen vorbestimmten Zweck erfüllt.

      Hallo Hans,
      Richtig, es war mal ein Scanner.
      Wie Tobias schon geschrieben hat, eine Glasscheibe mit einem prima Gehäuse drumherum.

      Die Zeit für den Bau habe ich jetzt nicht direkt gestoppt.
      Wenn du nur den Umbau ohne die Elektronik betrachtest, kannst du es an einem Tag durchaus hinbekommen.
      Ich habe allerdings die Verklebungen immer erst richtig aushärten lassen.
      Es musste ja nicht termingebunden fertig werden.
      In den ruhigen Wintermonaten hast du doch auch Zeit genug.

      Zu den Kosten:

      Das Platinenätzgerät kostet neu bei Reichelt derzeit 159,90€.
      Gebraucht bekommst du es natürlich günstiger.
      Kommt immer auf das Angebot an.

      Für den Gesichtsbräuner habe ich auf dem Flohmarkt mal 10€ bezahlt.
      Die Pumpe von Conrad hat 12,99€ gekostet.
      Die Klarsichtbox im Euromarkt 1,50€ und der Schlauch im Baumarkt 4€.
      Die meisten Kleinteile (Schalter, Relais und Kabel) habe ich in meiner Grabbelkiste gehabt.
      Das Relais ist aus einer geschlachteten Mikrowelle.
      Da waren mal 3 Stück drin verbaut.
      Neupreis pro Stück ca. 10€.

      Bei den Elektronikteilen kann ich den Preis auch nicht genau beziffern, da ich benötigte Teile meistens beim freundlichen Chinesen in etwas erhöhter Stückzahl einkaufe und damit immer Teile auf Vorrat habe.

      Es hält sich also in überschaubaren Grenzen und ist deutlich billiger als ein professionelles Belichtungsgerät.
      Und zumindest für mich zählt dabei auch in erster Linie der Selbstbau.
      Fertig kaufen kann doch jeder. ;)
      Man ist niemals zu alt, um Neues zu lernen.

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    • mein erste Ätzanlage war eine Selbstbau Variante aus nem 64er Extra Magazin.
      aller dings Analog, inkl. Heizung und Blubber Rohr zwecks umwälzung , das ist mir Kaput gegangen.
      mache nur noch Aufbügeln und eine Entwickler Schale mit Handbewegung.

      Werde mir mal bei Reichelt was anlachen und es mit deinem Aufbau probieren eine Glasscheibe aus nem Metro Scanner habe ich ja noch rum liegen.
      danke vorab für deine Infos...
      auf einem Atmega 328 müsste dein Steuer Programm ja auch laufen können.
      eine 8ter habe ich nicht. davon einige vom Freundlichen Chinesen!
    • Ich glaub ich hab noch irgendwo die zwei Drosseln und die Starter aus dem Bräuner, wenn du die haben willst, kost dich nur Porto. Mein Belichter hat ja das EVG drin. Hab im endeffekt aus dem Bräuner nur die Röhren und die Röhrensockel benutzt, statt der Sockel tutn zur not auch Lüsterklemmen oder Draht drumwickeln. >> Lasst das mal besser, siehe unten.
      Röhren hab ich woanders als bei Reichelt auch billiger gesehen.

      Tobias

      Röhren z.b hier: leuchtmittelmarkt.com/Philips-Actinic-BL-TL-Secura-8W10-G5

      The post was edited 2 times, last by Schraubbaer ().

    • Schraubbaer wrote:

      das ein ungeübter da vielleicht doch besser nen Sockel nimmt.
      Hallo Tobias,
      auch da muss ich dir entschieden widersprechen.
      Gerade ein mit dem Umgang geübter Nutzer sollte sich in Foren seiner Vorbildfunktion bewusst sein, und spannungsführende Teile IMMER isolieren und sicher befestigen.
      Beispiele gefällig?
      - Wechselbare Leuchtmittel gehören IMMER in einen passenden Sockel
      - Lötfahnen an Bauteilen werden nach dem Löten mit Schrumpfschlauch isoliert
      - Steckkontakte an Bauteilen NICHT löten, sondern passende Stecker verwenden und ebenfalls isolieren.
      - vorbeiführende Kabel an sehr heißen Teilen sind mit hitzebeständigen Silikonschläuchen zu überziehen.

      Diese Beispiele sind beiweitem nicht vollständig.
      Deshalb gibt es umfangreiche Normen und Vorschriften zu dem Thema, die auch beachtet werden müssen.
      Man ist niemals zu alt, um Neues zu lernen.

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    • Die Pumpe ist wirklich ihr Geld wert.
      So sauber habe ich bisher kaum mal umgefüllt.
      Mit der Platine ist auch ganz einfach.
      Sie wurde zwar mit dem neuen Belichter, aber noch ohne Steuerung belichtet.
      Also ein halbes Huhn. rolling:
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