Drehstromtrafo nur mit 1 Phase betreiben

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    • Drehstromtrafo nur mit 1 Phase betreiben

      Ist jetzt nicht unbedingt Elektronik, aber es gibt hier sicher Elektriker, die mir helfen können.
      Ich habe einen Drehstromtrafo, der offensichtlich in Sternschaltung betrieben wurde. Wie kann ich den beschalten, dass ich ihn nur mit einer Phase betreiben kann. Geht das überhaupt? Gedanklich bin ich bei parallel schalten der beiden äußeren Wicklungen und die mittlere verpolt parallel dazu.
      Soweit ich mich erinnere, war der für NV-Beleuchtung gedacht, also 12V oder 24V an jeder Sekundärspule. Ich bräuchte jetzt eine höhere Wechselspannung, also 3x12V oder 3x24V oder 2x24V parallel +24V in serie.
      Trafo-Anschluß.jpgTrafo-Ansicht.jpg
      Raum für Notizen

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    • Es gibt z.B Drehstommotoren. Die werden auch gerne an einer Phase betrieben. Dazu wird ein Kondensator benötigt.

      Ob das beim Trafo auch geht weis ich nicht.

      Auf der anderen Seite kannst du ja einfach mal eine Spule an eine Phase an 230V hängen. Wenn die Sicherung knallt oder die Wicklung heiß wird oder es sich ungesund anhört oder riecht, dann geht's wohl nicht.
      Kaum macht man es richtig - und schon geht's!
    • Mitch64 schrieb:

      Es gibt z.B Drehstommotoren. Die werden auch gerne an einer Phase betrieben. Dazu wird ein Kondensator benötigt.
      Ich brauche kein Drehfeld.

      Mitch64 schrieb:

      eine Spule an eine Phase an 230V hängen
      Damit hätte ich kein Problem, das geht sicher. Nur möchte ich die Leistung des Trafos ausnützen und alle 3 230V Wicklungen benutzen.
      Raum für Notizen

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    • Hm, in 42 Jahren Elektromaschinenbau, wollte das bei mir noch keiner machen.
      Also prinzipiell kannst Du den als 1~ Trafo betreiben. Dazu muss der Trafo 400 V in Sternschaltung haben. Dann kannst Du genau zwei Spulen parallel Schalten, unter Beachtung der Wickelrichtung oder Anfang und Ende der Wicklung.Die 3. Spule kannst Du nicht anschließen, die würde das Magnetfeld kurzschliessen und den Strom erhöhen. Der Wirkungsgrad dürfte aber sehr schlecht werden.
      Grüße Udo
    • tschoeatsch schrieb:

      bin ich bei parallel schalten der beiden äußeren Wicklungen und die mittlere verpolt parallel dazu.
      Könnte funktionieren . Ich hab hier ein Spartrafo in Sternschaltung . Setz ich auf der mitlleren Wichlung Spannung haben die beiden Außen zueinander keine Phasenverschiebung.(107V gegen der mitleren) Nach 8 mal Sicherung wieder einschalten (L10 bei 5KVa Trafo 12m entfernt) hatte ich nun keinen Nerv mehr die Äußeren zusammen anzuschließen.
      Dein Trafo hat keinen Fest verschweißten Sternpunkt da ist ein Versuch einfacher ;)
    • Schraubbaer schrieb:

      sowas davorknallen?
      ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_…1+phase+converter&_sop=15

      Aber bevor du deinen ollen gusseisernen Schiffsanker umbaust, was brauchste denn an Spannung und strom.
      Kleine elektronische Schiffsanker mit ordentlich Petz hab ich....

      Tobias
      Ich brauch das NT für die CNC-Steuerung einer Deckel (FP1?). Die Steppertreiber haben ca. 6A + 4A + 3A Strom, wobei die 6 und 4 A auch Ac bis 80V sein können, die 3A brauchen Dc bis 48V (was ich jetzt so im Kopf hab. Durchwegs Dc geht auch. Wenn ich 48V mit 10-12A zusammen bringe, müsste es passen, da ich nicht sehr hohe Drehzahlen bei den Steppern brauche.
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    • Ich könnte den Trafo auch mit Drehstrom betreiben, nur hätte ich dann 3 zu niedrige Spannungen, die ich nicht in Reihe schalten kann. Daher der Gedanke mit einer Phase, damit die sekundären Spannungen auch gleichphasig und somit addierbar sind.
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    • Hallo @tschoeatsch,
      warum solche Kopfstände, nimm doch ein fertiges OEM-SNT, die gibts in allen Größenordnungen und sind leicher.
      Ansonsten eine der 3 primärwicklungen an Phase (am besten die auf dem mittleren Kern) und die Zusammenschaltung der Sekundärseiten ausprobieren (Reihenschaltung!), Vorsicherung nicht vergessen :D .
      P.S.: 70 Grad Trafotemperatur sind normal und nicht besorgniserregend. Das liegt am billigen Kernmaterial.
    • Udo01 schrieb:

      Hm, in 42 Jahren Elektromaschinenbau, wollte das bei mir noch keiner machen.
      Also prinzipiell kannst Du den als 1~ Trafo betreiben. Dazu muss der Trafo 400 V in Sternschaltung haben. Dann kannst Du genau zwei Spulen parallel Schalten, unter Beachtung der Wickelrichtung oder Anfang und Ende der Wicklung.Die 3. Spule kannst Du nicht anschließen, die würde das Magnetfeld kurzschliessen und den Strom erhöhen. Der Wirkungsgrad dürfte aber sehr schlecht werden.
      Grüße Udo
      Wenn ich die beiden äußeren Spulen parallel schalte, dann würde der magnetische Fluss von beiden durch den mittleren Schenkel fließen. Und zwar in der Gegenrichtung, die er in den äußeren Schenkeln hat. Wenn ich die mittlere Spule verdreht dazu parallel schalte, dann würde diese doch im mittleren Schenkel einen Fluss in gleicher Richtung generieren. Dann müsste doch alles passen.
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    • tschoeatsch schrieb:

      Wenn ich die beiden äußeren Spulen parallel schalte, dann würde der magnetische Fluss von beiden durch den mittleren Schenkel fließen. Und zwar in der Gegenrichtung, die er in den äußeren Schenkeln hat. Wenn ich die mittlere Spule verdreht dazu parallel schalte, dann würde diese doch im mittleren Schenkel einen Fluss in gleicher Richtung generieren. Dann müsste doch alles passen.
      Sehr abenteuerlich. Du darfst den Kern nicht sättigen!
    • @oscar wieso Kopfstand, das ist nachhaltige Verwendung von Bauteilen. Wenn da noch Grünstrom durch fließt bekomme ich die goldene Ökonadel am Juteband.
      Ich hab' halt das Teil schon, hätte auch einen Trafo 230V/36V mit 20A, aber der ist mit definitiv zu fett, passt nicht in den Schaltkasten.
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    • tschoeatsch schrieb:

      Wenn ich die beiden äußeren Spulen parallel schalte, dann würde der magnetische Fluss von beiden durch den mittleren Schenkel fließen. Und zwar in der Gegenrichtung, die er in den äußeren Schenkeln hat.
      oder der magnetische Fluss will durch den Außenschenkel ;)
      Ich kann mir vorstellen, eher die beiden äußeren Spulen so parallel zu schalten, dass sie einen entgegengesetzten Magnetfluss bewirken. Also dass der Magnetfluss in gleiche Richtung (im Kreis) durch die Außenschenkel fließt und der mittlere nicht benutzt wird.
    • Die Primärwicklungen (und zwar jede einzelne!)sind (wenn Sternschaltung vorlag) für 230V (wenn er älter ist für 220V) ausgelegt.
      Da kannst du nichts dran ändern. Alle diesbzüglichen Experimente bergen nur die Gefahr dass der Kern in die Sättigung geht --> sprunghafter Primärstromanstieg wäre die Folge. Mit den Sekundärwicklungen kannst du per phasenrichtiger Reihenschaltung bedenkenlos experimentieren. Die Übertragbare Leistung ist von der Frequenz (hier 50Hz) dem Kernquerschnitt und dem Kernmatrial abhängig, da kannst du auch nichts dran drehen.
    • Michael schrieb:

      tschoeatsch schrieb:

      Wenn ich die beiden äußeren Spulen parallel schalte, dann würde der magnetische Fluss von beiden durch den mittleren Schenkel fließen. Und zwar in der Gegenrichtung, die er in den äußeren Schenkeln hat.
      oder der magnetische Fluss will durch den Außenschenkel ;) Ich kann mir vorstellen, eher die beiden äußeren Spulen so parallel zu schalten, dass sie einen entgegengesetzten Magnetfluss bewirken. Also dass der Magnetfluss in gleiche Richtung (im Kreis) durch die Außenschenkel fließt und der mittlere nicht benutzt wird.
      Wenn der Fluss bei 2 Spulen im Kreis geht, dann ist das so, als wie wenn beide Spulen hintereinander geschaltet wären. Das heißt eine 460V (2x230V) Spule wird mit 230V betrieben. Das ist mir zu lasch :P
      Raum für Notizen

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    • tschoeatsch schrieb:

      Wenn der Fluss bei 2 Spulen im Kreis geht, dann ist das so, als wie wenn beide Spulen hintereinander geschaltet wären. Das heißt eine 460V (2x230V) Spule wird mit 230V betrieben.
      nee, nee, die beiden Spulen sollen (anti-)parallel betrieben werden, nicht in Reihe.

      Aber jetzut, da ich drüber nachdenk, ist das eh keine gute Idee, da der Mittelschenkel einen magnetischen Kurzschluss gibt.
      Flex ihn raus, das macht es viel einfacher.