Varptr

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  • Varptr sorgt während der Kompilierung dafür, konstanten Ausdrücken Adressen zuzuführen oder das Variablen zur Laufzeit mit Adressen geladen werden.
    Durch Varptr können also Adressen gewonnen werden.
    Varptr ist mit Loadadr verwandt, aber zum besseren Verständnis, in etwa mit Loadlabel vergleichbar. Jedoch bezieht sich Varptr auf den Datenbereich, also auf die Arbeitsregister, die Funktionsregister und das SRAM. Im Folgenden nennen wir diese Bereiche zusammengefasst, schlicht RAM. Auch wenn Varptr nicht auf Elemente des ROM-Bereiches, dem Programmspeicher anwendbar ist, ist doch das Resultat ein fixer Wert, welcher zu einem integralen Bestandteil des Programmcodes wird und letztlich auch ein Datum im Programmcode darstellt. So lassen sich durch Varptr gebildete Konstanten mittels Data-Zeilen formieren.

    Es gibt verschiedene Weisen mit diesem Befehl umzugehen und entsprechende Regeln in seiner Anwendung.

    Anwendung auf Variablen
    Eigentlich ist es für den Programmierer weniger interessant zu wissen, an welcher Adresse seine Variablen liegen, ist doch der vergebene Variablenname das Symbol für die Speicherstelle, bzw. für die Adresse selbst. Es kann aber Gründe dafür geben,warum die Adresse von Interesse sein kann.


    Zuweisung an ein Variable

    BASCOM-Quellcode

    1. dim Var as word, Pointer as word
    2. Pointer = varptr(Var)

    Zuweisung an eine Konstante

    BASCOM-Quellcode

    1. const Var_ADR = varptr( "Var" )
    Hierbei ist darauf zu achten, dass bei der Zuweisung an eine Konstante der Variablenname in Anführungszeichen steht, wohingegen bei der Variablenzuweisung nur der Variablenname in den Klammern steht.
    Die so gewonnenen Adressen könnten als Parameter in Funktionsaufrufen dienen oder in einer Tabelle angelegt werden.



    Anwendung auf Funktionsregister


    Varptr(REGISTERNAME ) liefert immer die RAM Adresse. Bei Registern innerhalb des IO-Adressraumes (00h bis 3fh, siehe Atmega Datenblatt), kann durch den in Anführungszeichen gesetzten Registernamen bestimmt werden, dass die IO-Adresse zurückgegeben wird. Die Rückgabe derIO-Adresse durch den Einsatz der Anführungszeichnung, wirkt natürlich nur beiFunktionsregistern innerhalb des IO-Bereiches. Ohne Anführungszeichen wird stets die RAM-Adresse zurückgegeben.
    Das Prinzip entspricht ansonsten der Anwendung auf Variablen. Ausnahmen sind nur im IO-Bereich erlaubt.


    Zuweisung an ein Variable

    BASCOM-Quellcode

    1. dim Reg_ADR as word
    2. Reg_ADR = varprt(PORTB) 'Muss ohne Anführungszeichen erfolgen.
    Zuweisung an eine Konstante

    BASCOM-Quellcode

    1. const a1 = varptr(UDR0)
    2. const a2 = varptr("UDR0")
    3. const a3 = varptr(PORTB)
    4. const a4 = varptr("PORTB")


    Beispiel
    Die Aufgabe der folgenden Subroutine ist, einen beliebigen Port entsprechend der übergebenen Bitmasken einzurichten, also das dazugehörige Datenrichtungsregister zu stellen und die Pullups der Eingänge zu schalten bzw.den Initialpegel der Ausgangspins zu setzen. Nebenbei wird auch eine weitere Variante der Konstantenbildung, nämlich innerhalb der Parameterübergabe dargestellt (sieht man selten).





    BASCOM-Quellcode

    1. $regfile = "m2560def.dat"
    2. $crystal=4000000
    3. $hwstack=40
    4. $swstack=16
    5. $framesize = 32
    6. declare sub configPort(byval IO_Port as word , byval DDR_bm as byte , byval Level_bm as byte)
    7. configPort varptr(PortA) ,(2^PA0 + 2^PA1) ,(2^PA1 + 2^PA3)
    8. configPort varptr(PortB) , &B01010101 , &B10101010
    9. configPort varptr(PortC) ,(2^0 + 2^1) ,(2^1 + 2^3)
    10. do
    11. loop
    12. '____________________________________________________________________________________
    13. sub configPort(byval IO_Port as word , byval DDR_bm as byte , byval Level_bm as byte)
    14. out IO_Port , level_bm
    15. decr IO_Port'DDR-Adresse bilden, siehe Datenblatt - Register summary
    16. out IO_Port , DDR_bm
    17. end sub
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Kommentare 1

  • Galahat -

    12.07.2017 : Korrektur IO-Adressraum , danke an hero für den Hinweis