Druckergebnisse von 3D- Druckern

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    • Ich hab mir noch mal Deine Fotos angesehen. Das "Hochziehen" der Ecken ist (meistens) ein Kombifehler aus Druckbetttemperatur und Kühlung. Für die anfängliche Problemlösung, oder bei Bedarf auch später hat mir das hier geholfen: just3dp.com/blog/post/probleme…d-druck-und-ihre-loesung/

      3D- Druck ist eine feine Sache, allerdings ist es wie bei allem so, dass man sich ein wenig einarbeiten muss. Also zunächst mal nicht verzagen. Bei mir hat zu Anfang ohne Hilfsmittel gar nichts auf dem Bett gehalten. 60° waren dann auch bei mir zu wenig. Ich drucke PLA inzwischen bei 65° auf die blanke Glasplatte ohne jegliche Haftungsschwierigkeiten. Auch mein anfängliches ständiges Reinigen der Glasplatte vor jedem Druck ist nicht notwendig, das mache ich nur noch, wenn ich Schwierigkeiten feststelle. Es ist inzwischen tatsächlich so, dass ich die SD- Karte einschiebe, die Filamentfarbe auswähle und losdrucke.

      Bei mir ist Cura so eingestellt, dass das Druckobjekt zunächst 4 mal umrandet wird. Das hat 2 Vorteile. Zum Ersten wird die alte Filamentfarbe aus dem Extruder gedrückt, zum Zweiten sehe ich, ob das Filament gleichmäßig aufgetragen wird. Wenn nicht (und nur dann) stoppe ich und nivelliere das Bett neu ein. Klappt hervorragend, ohne Problem bei allen Druckgrößen.

      Gerade bei großen Druckflächen kommt es dennoch auf ein genaues Nivellieren an. Meine großen Frontplatten haben da schon einiges an Größe, aber wie geschrieben sehe ich beim Druckstart auch hier am Filamentauftrag, ob dieser auf dem ganzen Bett gleichmäßig ist. Die gedruckte Oberfläche (das heißt besser gesagt, die untere Auflagefläche vom Druckbett) ist bei mir sprichwörtlich spiegelglatt und makellos.

      Ich habe das Glück, dass mein Drucker in Cura aufgeführt ist. Ich habe also nur individuelle Kleinigkeiten an den Eunstellungen für PLA geändert (Betttemperatur (65°), Fliamenttemperatur (205°), Linienform der Schichten). Die Lüferfunktion ist, wie tschoeatsch schon geschrieben hat, in der Form auch wichtig (siehe Link oben).

      Viel Erfolg bei der Einarbeitung und Geduld. Man druckt zu Anfang manches für die Tonne :) . Umso schöner ist es dann, wenn es funktioniert und man mal eben ein Teil schnell drucken kann, welches man dringend benötigt, viel zu teuer ist, oder Teile in Größen anfertigen kann, die es gar nicht zu kaufen gibt.

      Gruß Christian
      Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem wieder haben.
    • Ja, Lüfter ist immer so eine Sache. Wenn der Drucker an einer luftigen Stelle im Raum steht, kann es auch zu solchen Eckablösungen kommen. Die Betttemp dann höher stellen.
      Am besten packt man den Drucker in eine einfaches Gehäuse, damit überall am Bett die gleichen Bedingungen herrschen.

      Bei PETG drucke ich z.B. ganz ohne Lüfter, sonst klappt die Haftung bei einigen PETG-Filamenten oft nicht so gut. Insbesondere bei den ersten Lagen. Bei den Folgelagen kann man den Lüfter dann auf 30-50% stellen für die Formfestigkeit.
    • Ich möcht hier mal meine Erfahrungen mit dem Anycubic Photon S SLA 3D-Drucker schildern.
      Das Gerät arbeitet mit einem hochauflösenden LCD und Flüssigresin und hat einen Bauraum von 115 x 165 x 165 mm.
      Der Drucker kam fertig aufgebaut. Ich mußte nur die Platform kalibrieren und hab einfach mal eine Datei aus dem Netz zum Drucken verwendet.
      Das 1. Ergebnis hat mich einfach umgehauen (Bild Muster1.jpg) Er braucht zwar ein paar Stunden bei der Bauhöhe, aber so ein Ergebnis ohne
      jegliche Änderung von Standardwerten war schon erstaunlich.
      Ich benutzte den Drucker inzwischen öfter als meinen FDM Schmelzschichtdrucker.

      Die Vorteile:
      - üblicherweise schneller als FDM (abhängig von Schichthöhe)
      - genauer und Auflösung feiner als FDM
      - Schichten sind (je nach Einstellung) nicht erkennbar - aber fühlbar
      - ausgehärtet ist der Druck Lösemittelfest und viel temperaturbeständiger als FDM
      - Druckteil sind hart und dadurch auch für viele mechanische Konstruktionsteile geeignet
      - Drucker ist sehr kompakt - die Mechanik der Platform hochwertig
      - Resin lange haltbar und nicht Belichtetes kann wieder in die Flasche zurück gefüllt werden.
      - Gerät für die Möglichkeiten günstig

      Die Nachteile:
      - Resin hat einen Eigengeruch (manche mögen den sogar - ist halt subjektiv)
      - nach dem Druck muß das Werkstück von Restresin gesäubert werden und dann noch UV-Endgehärtet
      - fertige Drucke nicht UV-Langzeitstabil (da hab ich noch keine eigenen negative Erfahrungen)
      - Teflonfolie zwischen Resin und LCD ist Verschleißteil (Ich persönlich drucke jetzt schon seit Monaten mit der ersten Folie
      und habe noch keine Beeinträchtigungen bei den Ergebnissen. Eine Ersatzfolie hab ich mir aber schon mal besorgt)
      - Software (Slicer) hat den Eindruck einer Beta und hat auch noch Fehler (z.B. beim Platzieren des Modells)
      - keine so große Auswahl von Materialeigenschaften wie bei FDM
      - Bis jetzt kein Resin gefunden das richtiges WEISS und TRANSPARENT druckt (immer gelbstichig)
      - Resin noch relativ teuer

      Ich hoffe ich konnte einen hilfreichen Überblick vermitteln. Bei Fragen bitte einfach mailen.
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    • Hab gerade gesehen: Gibt neues Update von der Slicer Software.
      Neu ist jetzt:
      - Infill jetzt möglich - werd ich die Tage mal testen
      - Punching (keine Ahnung welche Funktion das ist - find auch nichts im Goockel da das Update zu neu)
      - Text direkt auf das Modell platzieren
      - Aufteilen vom Modell in mehrere Teile um die Größenbeschränkung zu umgehen

      zum Infill: Da das Druckteil ja aus dem Resin gezogen wird sollte sich in den Holräumen eigentlich sehr wenig Resin befinden.
      Leider läuft die Software immer noch nicht stabil. (vom kompletten PC Absturz (WIN7) bis stehenden Programm alles möglich)