Tantalkondensator ersetzen

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    • Tantalkondensator ersetzen

      Ich hab' hier ein Netzteil für Schrittmotoren (Berger-Lahr), das zurückgespeiste Energie der stepper in den Trafo einspeisen kann, um Überspannungen dadurch zu eliminieren. Dazu ist eine Schaltung drauf, die verschiedene Elkos enthält. Nachdem beim Einschalten die Sicherung der Einspeisungsdingens raus flog, hab' ich jetzt die Elkos ausgebaut und gemessen. Im eingebauten Zustand war immer ein R parallel. So, einen kaputten gefunden, aber die 2 Tantal mit 0,47µF, die ich zum Ausbau knapp abgezwickt hab' (bei den zugehörigen steppertreiberkarten waren alle Tantal hinüber) wären von der Messung her noch gut gewesen. Aber gut, was soll's, ich muss sie ersetzen. Jetzt hab' ich in meinem Fundus keinen 0,47µ Tantal, nur 1µ Tantal und halt 0,47µFolie. Ist es bei den 50 Hz, die hier im NT auftreten egal, welche Sorte man nimmt, Folie oder 2x 1µ in Reihe?
      Raum für Notizen

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    • Limo wrote:

      War klar
      Ja, was sich so ansammelt. Ich könnte glaube ich einen Elektronikversand aufmachen :) . Ich hab mal bei Ebay was von einem Elektronikhersteller gekauft, Angekommen waren dann mehrere Pakete mit allem Möglichen und das wenigste davon war Ramsch (bis vielleicht auf die tausende von SMD- Widerstände in wenigen Sorten)
      Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem wieder haben.
    • Gut, also ich hätte beides da, 470nF Folie und 2x1µ Tantal, was soll ich nehmen? Meine Erfahrung lehrt mich, Tantal hält nur begrenzt, altert.

      wie, klar? du kannst Zeugs scannen und dann drucken (natürlich hohl)?
      Raum für Notizen

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    • ceperiga wrote:

      Hast Du Dein 3D- Fax schon fertig?
      Ich wollte probehalber einen PC rein schieben, (ich hab's nicht vergessen, du bekommst welche), dabei ist der Versuchsaufbau vom Tisch gefallen <X
      Raum für Notizen

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    • tschoeatsch wrote:

      wie, klar? du kannst Zeugs scannen und dann drucken (natürlich hohl)?
      Yep, zumindest theoretisch. Aus Zeitmangel hab ich das Teil noch nicht in Betrieb. Ist ein Scanner aus China. Auf einem Drehteller (Schrittmotor) bewegt sich das Ausgangsobjekt. Wird über Laser und Kamera gescannt.

      Ob der was taugt, weiß ich daher allerdings noch nicht.
      Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem wieder haben.
    • tschoeatsch wrote:

      Gut, also ich hätte beides da, 470nF Folie und 2x1µ Tantal, was soll ich nehmen?
      Hi

      du kannst für die Tantal ganz normale Elkos nehmen.
      Natürlich kannst du auch 2 x 1µ Taltal in Reihe schalten, um die Kapazität von 0.47µF zu erreichen.

      Folienkondensator würde ich nicht nehmen.

      Je nachdem wo der Tantal drin hängt, kannst du vielleicht auch die 1µ Elkos direkt rein machen.
      Wenns Stabilisierungskondensatoren sind für Spannung z.B. ist das kein Problem.

      Wenn in Rückkoppelzweigen oder so ist, dann würde ich mich an die 0.47µ (0.5µ) halten.
      Kaum macht man es richtig - und schon geht's!
    • Ok, ich nehm Tantal.
      Ich hab' die Schaltung noch nicht genau durchschaut. Es gibt eben eine symmetrische -70V +70V Spannung, 2 Leistungstransistoren, die im leitenden Zustand entweder die -70V über eine Diode an den Wechselspannungsanschluss vor dem Brückengleichrichter verbinden, bzw den +70V über eine andersrum gepolte Diode zum anderen AC-Anschluss. Es gibt auch noch einen kleinen Hilfstrafo, der 2 getrennte Spannungen liefert, einweg gleichgerichtet und über RC an Basis und Emitter angeschlossen. Da ist der Tantal drin. Ich vermute!! das da eine Vergleichsspannung erzeugt wird. Bei erhöhter Spannung durch Rückspeisung wird zur richtigen Halbwelle diese Spannung in den Trafo geleitet.
      Raum für Notizen

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    • Mitch64 wrote:

      Hi

      du kannst für die Tantal ganz normale Elkos nehmen.
      Natürlich kannst du auch 2 x 1µ Taltal in Reihe schalten, um die Kapazität von 0.47µF zu erreichen.

      Folienkondensator würde ich nicht nehmen.
      Ich würde Foliekondensatoren jedem Elko vorziehen (z.B. impulsfeste MKS-Typen) wenn es kapazitätsmäßig reicht.
      Elkos sind Bauteile mit von vornherein begrenzter Lebensdauer (temperaturabhängig), im Gegensatz zu guten Folienkondensatoren.
      Nachtrag aus Elektronik Praxis:
      "MnO2-Tantalkondensatoren haben zwei große Nachteile: Bei einem Ausfall kann es zu einem thermischen Durchbruch mit Selbstentzündungsgefahr kommen und sie weisen einen recht hohen Serienwiderstand auf."

      The post was edited 1 time, last by oscar ().

    • Nur am Rande,
      ich bin gelernter Radio und Fernsehtechniker.

      Jeder Kondensator-Typ hat seine spezifischen Eigenschaften.
      Deswegen gibt es ja verschiedene.

      In einem Punkt gebe ich dir recht.
      Elkos neigen zum Austrocknen und verlieren dabei an Kapazität.
      Dennoch kann man auf sie nicht verzichten.

      Was hast du gelernt?
      Kaum macht man es richtig - und schon geht's!
    • Mit schlechter Haltbarkeit hab' ich ja auch schon meine Erfahrung gemacht. Dieser ESR-(?)-Wert ist halt unterschiedlich. Aber der ist doch mehr bei hohen Frequenzen interessant, oder?
      Raum für Notizen

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    • Der ESR-Wert ist bei Schaltnetzteilen wichtig. Wenn der Kondensator schnell geladen und schnell entladen wird.
      Aber bei normalen Netzteilen eher untergeordnet. Der ESR-Wert ist wie der Innenwiderstand des Elkos.

      Kleiner Tip

      In vielen Geräten werden Elkos mit zu knapper Spannung verbaut, daher auch die geringe Lebensdauer.
      Oft sind in Netzteilen, die z.B. 5V ausgeben, 6,3V Elkos als Ausgangskondensator drin. Die werden entsprechend stark beansprucht. Das ist etwa wie beim Auto-Motor, der immer mit hohen Drehzahlen fährt, der erreicht keine hohe Kilometer-Leistung. Hat man mehr Reserve, dreht also den Motor nicht so hoch, hält er länger.

      Bedeutet, Elkos mit höherer Spannungsfestigkeit nehmen. Im obigen Beispiel z.B. 16V Typen. Damit hat man mehr Reserve.

      Ich hatte vor vielen Jahren mal einen Monitor (Flachbildschirm), der wegen Netzteil ausgefallen war. Natürlich genau nach 2 Jahren und ein paar Tage. Ich habe den geöffnet und die aufgeblähten Elkos gegen spannungsfestere Typen ausgetauscht. Nichtmal auf den ESR-Wert geachtet.. Nur die Kapazität auf den nächsten Standard-Wert erhöht (den hatte ich gerade im Haus).

      Tja und was will man mehr? - Der Monitor läuft heute noch tadellos.

      Klar trocknen die Elkos auch aus, aber bis die kritische minimale Kapazität unterschritten wird, dauert es länger als mit den originalen Elkos, die da mal drin waren.

      Im Netz habe ich übrigens auch Berechnungsgrundlagen gefunden, wie man Elkos auslegen muss, damit die Geräte nach einer berechneten Zeit ausfallen. Die können die Lebensdauer alleine durch die Elkos begrenzen.

      Tja wen wundert es:
      Pflichtfach ist ja bei den Ingenieuren "Geplante Obsoleszens".

      Ihr könnt ja mal Googeln.
      Kaum macht man es richtig - und schon geht's!