Was ist das für eine Drossel und wozu ist sie notwendig

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Was ist das für eine Drossel und wozu ist sie notwendig

      Guten Abend,
      kann mir bei diesem Problem jemand helfen?
      Leistungsteil.png
      Habe diese Schaltung mit einem EGS002 Modul gebaut, aber mit der Drossel am Ausgang habe ich ein Problem!
      Habe schon viele ausprobiert aber fast alle werden mehr oder weniger warm oder sogar heiß obwohl der Drahtdurchmesser bei allen zwischen 1,0 und 1,2 mm beträgt. (gehen offensichtlich in Sättigung)
      Die Last beträgt nur 40W bei 110 Volt.
      Habe zuerst gedacht das ist nur eine Siebdrossel um HF-Anteile zu filtern - doch das kann nicht sein weil wenn ich statt der Drossel eine Brücke einbaue geht gar nichts mehr!
      Eventuell ist es eine Speicherdrossel. Diese Drossel sollte einen Wert von etwa 3,3 mH haben.
      Doch eine Speicherdrossel mit diesem Wert ist nirgends zu bekommen.

      Gruß
      Alfred
    • Hallo Alfred,
      was ich jetzt so auf die Schnelle erkenne ist dass das EGS002-Modul ein Sinus-PWM-Treiber ist. Die Endstufen werden somit mit PWM angesteuert(Frequenz ?), erst die Drossel L1 mit C16 am Ausgang machen daraus einigermaßen Sinus (Tiefpass).Daher funktioniert die Schaltung ohne der Drossel nicht. Nimm halt die Drosssel , welche am wenigsten warm wird. Warm werden die auf jeden Fall. 3,3mH ist jedenfalls kein Winzling, gut ist auch ein Kern mit etwas Luftspalt zur Vermeidung der Kernsättigung falls eine Gleichstromkomponente(wenn die auch klein sein mag) überlagert ist. Also mal eine ohmsche Last an den Ausgang hängen und mit dem Oszi die Wellenform kontrollieren. Ich denke mal der Nulldurchgang ist interessant, weil die Module eine einstellbare Tot-Zeit haben (Comes with deadband control, pin 4 dead time:300nS dead time 500nS dead time 1.0uS dead time 1.5uS dead time).

      Tipp: Verwende Ringkerne, siehe Youtube-Videos(da sind recht große zu sehen)

      Gruß
      Chris

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von oscar ()

    • Ich hab' noch eine alte, halb ausgeschlachtete USV mit damals einiger Leistung. Ich schau da mal morgen drauf, was da für Drosseln verbaut wurden...
      Raum für Notizen

      -----------------------------------------------------------------------------------------------------

      -----------------------------------------------------------------------------------------------------
    • oscar schrieb:

      Also mal eine ohmsche Last an den Ausgang hängen und mit dem Oszi die Wellenform kontrollieren. Ich denke mal der Nulldurchgang ist interessant, weil die Module eine einstellbare Tot-Zeit haben
      Habe ein Oszibild von einer Belastung mit einer 60W Glühbirne. Das sieht glaube ich nicht schlecht aus.
      Die Frequenz ist wie man sieht auf 60 Hz festgelegt.
      IMG_5799_.jpg


      Ulrich schrieb:

      vielleicht hilft dir dieser Link weiter

      joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap10/Kapitel10.html
      Danke - da ist sehr viel interessantes dabei!
    • Neu

      Michael schrieb:

      Nennstrom 0,52 A ist vielleicht zuwenig.
      Ja - das eindeutig zu wenig! Der Ringkern der am besten funktioniert hat etwa 3 cm Duchmesser und etwa 100 Windungen mit 1mm Drahtstärke.

      tschoeatsch schrieb:

      Ich hab' noch eine alte, halb ausgeschlachtete USV mit damals einiger Leistung. Ich schau da mal morgen drauf, was da für Drosseln verbaut wurden...
      Danke - das wird sicher ein Riesending sein! Mein Ausgang wird bei 110 VAC mit etwa 40 W belastet. (Plattenmotor für Wurlitzer)
    • Neu

      Die Drosseln, die ich im Sinn hatte, sind im Eingang der USV, also Doppelspulen. Die werden dann nicht passen. Ich kann dir aber einen 220>110V Trafo anbieten
      Spartrafo 220-110.jpg
      Raum für Notizen

      -----------------------------------------------------------------------------------------------------

      -----------------------------------------------------------------------------------------------------
    • Neu

      Ach, jetzt, du brauchst die 60 Hz! Wenn die Drossel so niedrige Frequenzen bekommt, probier doch mal einen Netztrafo oder eine Drossel aus einer Neonleuchte.

      Meine Wurlitzer, Bj. 64, leierte fürchterlich, als ich sie bekam. Schmieren half nicht und ich fand den Fehler einfach nicht. Es gab den Motor mit angesetztem Schneckengetriebe, von da auf eine Riemenscheibe und über den Riemen auf den Plattenteller. Ganz einfache Sache, eigentlich. Ich, nicht faul, nahm einfach einen stepper mit Ansteuerung über einen Treiber und einem ne555. Riemenscheibe auf den stepper, hin montiert, Geschwindigkeit justiert, fertig, geht.
      Später entdeckte ich, der Originalmotor hatte an seinem Wellenende eine Kugel als Drucklager gehabt! Die fehlte aber und so konnte er in seinen Gleitlagern vor und zurück rutschen, was direkt auf das Zahnrad übertragen wurde. Das war das Leiern. Ich hab aber meinen stepper drin gelassen :D
      Raum für Notizen

      -----------------------------------------------------------------------------------------------------

      -----------------------------------------------------------------------------------------------------

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tschoeatsch ()

    • Neu

      tschoeatsch schrieb:

      Ich kann dir aber einen 220>110V Trafo anbieten
      Danke für dein Angebot tschoeatsch, aber ich selbst habe gar keinen Wurlitzer! Ich baue den Frequenzumformer für die Box eines Freundes - und den Trafo hat er bereits.
      Das Thema hat mich einfach gereizt! War auch recht einfach - bis auf die Drossel ?(

      tschoeatsch schrieb:

      probier doch mal einen Netztrafo oder eine Drossel aus einer Neonleuchte
      Jetzt wo ich die "Aufgabe" der Drossel kenne kann ich natürlich ganz anders an das Problem herangehen und einiges in der Richtung deiner Vorschläge ausprobieren.
    • Neu

      tschoeatsch schrieb:

      Ich, nicht faul, nahm einfach einen stepper mit Ansteuerung über einen Treiber und einem ne555. Riemenscheibe auf den stepper, hin montiert, Geschwindigkeit justiert, fertig, geht.
      Das ist auch natürlich auch eine Möglichkeit - sie muss einem nur mal einfallen!!! Hast du das mit einem 4-Draht Stepper (0,9°/400 Schritte) gemacht?

      Jetzt habe ich diese Drossel bestellt.
      at.rs-online.com/web/p/products/288238/

      Mal sehen ob sie auch warm wird und was das Oszi zum Sinus sagt!
    • Neu

      avralfred schrieb:

      Hast du das mit einem 4-Draht Stepper (0,9°/400 Schritte) gemacht?
      Ne, mit einem viel, viel gröberen. Wenn man genau hin hört, dann könnte man meinen, man hört die steps. Jetzt wäre ich weiter und würde mikrostepps verwenden. Aber bei den vielen anderen Nebengeräuschen ist das jetzt auch egal, Hauptsache die Bässe wummern ordentlich.
      Raum für Notizen

      -----------------------------------------------------------------------------------------------------

      -----------------------------------------------------------------------------------------------------